In den vergangenen Jahren sorgten vor allem US-Technologieaktien für Schlagzeilen in Börsenmagazinen und -zeitungen. Im laufenden Jahr konnten die „Mag7“ jedoch noch nicht an ihre starke Performance aus den Jahren 2023 und 2024 anknüpfen. Wie die Abbildung 1 zeigt, hat sich seit der Finanzkrise die Wachstumsstrategie gegenüber der Value-Strategie durchgesetzt – eine Entwicklung, die maßgeblich vom Niedrigzinsumfeld begünstigt wurde. Niedrige Zinsen erleichtern Unternehmen die Kapitalbeschaffung und fördern so ihr Wachstum. Mit dem Zinsanstieg im Jahr 2022 gewannen jedoch Value-Aktien an Attraktivität. Die Börse honorierte in dieser Phase insbesondere Unternehmen mit solider Ertragskraft und stabilen Cashflows. Anschließend führten Erwartungen auf Zinssenkungen erneut dazu, dass Wachstumswerte eine stärkere Performance erzielten als Value-Aktien.

Abbildung 1: Outperformance nach Investment-Stil zum 28.02.2025 (Quelle: FactSet, eigene Berechnung)
Bereits im dritten Quartal 2024 zeichnete sich ab, dass die Marktbreite zunimmt und neben den Mega-Cap-Tech-Aktien auch andere Werte positive Performance-Beiträge leisten konnten. Generell befinden sich Growth-Aktien aktuell auf einem der höchsten Bewertungsniveaus in der Börsengeschichte. Eine neue Generation von Anlegern dominiert den Markt, viele von ihnen sind vom Growth-Investmentstil überzeugt – oder besser gesagt von der herausragenden historischen Wertentwicklung. Zudem führt der stetige Zufluss in passive Investments dazu, dass Trends eher verstärkt werden, da durch Käufe von S&P 500 ETFs die hochkapitalisierten Werte mit großem Prozentanteil im Index auch den größten Zufluss haben.
Der Value-Ansatz hingegen wurde in den vergangenen Jahren weitgehend ignoriert, obwohl Forschungen renommierter Wissenschaftler wie des Nobelpreisträgers Eugene Fama und des Dartmouth-Professors Kenneth French zeigen, dass der Investmentstil Value in der Vergangenheit häufig Growth-Aktien übertroffen hat: langfristig erzielten Value-Aktien gemäß der Studie über rollierende 15-Jahres-Zeiträume in 93% der Fälle eine bessere Performance als Growth-Aktien. Betrachtet man kürzere Perioden, lag dieser Anteil immerhin bei 62%. Daraus lässt sich ableiten, dass ein breit diversifiziertes Portfolio sowohl Growth- als auch Value-Titel enthalten sollte.
Dennoch sind viele Anleger kaum oder nur geringfügig in Value-Aktien investiert. Ein Blick auf die Zusammensetzung des S&P 500 verdeutlicht dies: Der Anteil von Value-Aktien liegt aktuell auf einem historisch niedrigen Niveau – ein deutlicher Kontrast zur Zeit vor der Finanzkrise (Abbildung 2). Investoren, die ausschließlich in einen S&P 500 investieren, sind somit untergewichtet im Value-Segment, obwohl die historische Entwicklung zeigt, dass dieser Anlagestil tendenziell höhere Renditen liefern kann. Da sich die Performance von Investmentstilen im Laufe der Zeit zyklisch verändert, könnte es sinnvoll sein, auch Value-Titel mit stabilen Cashflows stärker in die Anlagestrategie einzubeziehen.

Abbildung 2: Anteil Investment-Stile im S&P 500 zum 25.02.2025 (Quelle: Yardeni Research)
Um das Portfolio breiter aufzustellen und ausgewogener zu gestalten, sollten Investoren darüber nachdenken, den Faktor Value antizyklisch in ihrem Portfolio zu erhöhen. Für ein robustes Portfolio ist es unserer Ansicht nach wichtig, dass unterschiedliche Investmentstile und Risikofaktoren sinnvoll kombiniert werden, um eine optimale Rendite- und Risikopositionierung im Portfolio umzusetzen.
Der MYRA US Equity Fund (LU1326531784) als systematischer und konzentrierter long-only US-Aktienfonds kann dabei als aktiver Baustein für eine sinnvolle Ergänzung einer passiven US-Core bzw. US-Growth Allokation eingebunden werden. Durch die konsequente Ausrichtung der Selektionsstrategie auf qualitativ hochwertige, unterbewertete Unternehmen mit einer hohen Aktionärsrendite und hohem Free-Cash-Flow (Shareholder-Yield Konzept) können Investoren die Stilrichtungen Value und Dividende in ihrem Portfolio umsetzen. Diese Selektion schlägt sich auch in wesentlichen Portfolio-Kennzahlen nieder, wie folgende Abbildung 3 zeigt.

Abbildung 3: Kennzahlen-Pentagramm zum 31.01.2025 (Quelle: FactSet, eigene Berechnung)
Da vor allem bei einem value- und dividendenorientierten Ansatz aktives Management einen Mehrertrag gegenüber einem ETF führen kann, lohnt sich ein Blick auf unseren MYRA US Equity Fund, der gegenüber folgenden bekannten Dividenden-ETFs auf Sicht von 3 Jahren eine Outperformance generieren konnte, wie nachfolgende Gegenüberstellung zeigt.

Abbildung 4: Performance-Vergleich MYRA US Equity Fund vs. ausgewählte Dividenden-ETFs zum 28.02.2025 (Quelle: FactSet)